Rheumatag Linz

OÖ Nachrichten Forum, Promenade 23, 4020 Linz

RICHTIGSTELLUNG:

Tasha Rödig hat einen Masterabschluss (MBA) (Schwerpunkt in Arbeits- und Organisationspsychologie), jedoch kein Studium der Psychologie im Sinne des §4 Psychologengesetzes 2013 abgeschlossen oder nostrifiziert.

Linzer Rheumatag – Nachbericht

Der Linzer Rheumatag fand am 11. Oktober 2025, einen Tag vor dem Internationalen Weltrheumatag im OÖ-Nachrichten Forum statt. Das Veranstaltungsprogramm war vielseitig, vertreten durch ein renommiertes Expertenteam aus Rheumatologen, Rheumatologinnen und weiteren Gesundheitsberufen. Die Veranstaltung wurde am Nachmittag von Frau Tasha Rödig, MBA, moderiert.

 

Den Auftakt machte Priv.-Doz. Dr. Herwig Pieringer, MBA. Die häufigsten auftretenden entzündlichen rheumatischen Erkrankungen standen im Fokus.  Die Symptome, Diagnostik und Behandlung und die verschieden Medikamentengruppen und deren Nebenwirkungen wurden von Dr. Pieringer sehr ausführlich erklärt. Das Ziel ist: Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu stoppen oder die Gelenkzerstörung zu verlangsamen und im Idealfall gemeinsam das Behandlungsziel mit dem Patienten zu definieren, um eine Remission (Stillstand der Erkrankung) zu erreichen.

 

Im Anschluss thematisierte OA Dr. Gregor Öberseder die Verbindung von Rheuma und Haut. Unterschiedliche Hautbefunde können Hinweisgeber rheumatischer Erkrankungen sein: Hautverdickungen, Rheumaknoten im Rahmen von Sklerodermie, Ausschläge bei Psoriasisarthritis oder Lupus, Sjögren-Syndrom mit trockener juckender Haut sowie Vaskulitis. Diese Hautzeichen erfordern oft eine interdisziplinäre Abklärung, um das richtige Krankheitsbild zu erkennen und entsprechend zu behandeln.

 

Ein weiteres zentrales Thema waren Rückenschmerzen. OÄ Dr. Astrid Maria Schmidt ging darauf ein, wie Ursachenfindung, Behandlungsmöglichkeiten und regelmäßige Bewegung zusammenwirken. Sie betonte, dass Prävention und frühzeitige Intervention helfen, Chronifizierungsprozesse zu verhindern und Folgeprobleme wie Schonhaltungen zu vermeiden.

 

Frau Tasha Rödig, MBA, sprach zudem über Resilienz als Wegweiser: Wie aus Krisen Wachstum entstehen kann und wie wichtig Zeit sowie ein Umdenken in diesem Prozess sind. Sie gab Einblicke in ihr eigenes berufliches Umfeld mit Rheuma und beschrieb sich als Brückenbauerin zwischen Unternehmern und Betroffenen – eine Rolle, die den Austausch und das Verständnis fördert.

 

Dr. Sabine Blum widmete sich dem Thema Polymyalgia rheumatica. Dieses Krankheitsbild tritt überwiegend bei Frauen ab etwa 55 Jahren auf und äußert sich primär durch Schmerzen und Steifheit in Muskeln des Schulter- und Beckengürtels. Die Erkrankung kann in manchen Fällen mit einer Riesenzell-Arteriitis einhergehen, weshalb eine sorgfältige Abklärung wichtig ist.

 

Zum Abschluss standen Bewegung und Sport im Mittelpunkt, vorgestellt von Peter Hoppe, PT, MHPE. Er hob hervor, dass regelmäßige körperliche Aktivität Rheumapatienten hilft, Muskeln, Knochen und das Herz-Kreislauf-System zu stärken. Geeignete Übungen sollten individuell in einer ärztlichen oder physikalischen Beratung festgelegt werden. Den Abschluss bildete eine aktive Beteiligung der Besucher an einem Bewegungsprogramm.

 

Der Rheumatag wurde von den zahlreichen Teilnehmenden sehr gut angenommen. Neben dem wertvollen Wissensaustausch profitierten die Besucher vom intensiven Austausch mit Selbsthilfegruppen und Industrieständen. Ein Highlight war unter anderem die Vorstellung der Virtual-Reality-Brille Rheumality, die einen virtuellen Einblick in Knochenzustände bei Osteoporose sowie in einen gesunden Knochen ermöglichen konnte.

 

Fazit: Der Tag bot ein vielfältiges Programm mit wichtigen Impulsen für Betroffene und Angehörige und zeigte erneut, wie wichtig Interdisziplinarität, Aufklärung und praxisnahe Informationen im Umgang mit rheumatischen Erkrankungen sind.

 

Mein DANK ergeht an unser vortragendes Ärzte-Experten-Team sowie an das gesamte Referententeam, das uns ehrenamtlich mit seiner Teilnahme unterstützte. Danke an unsere teilnehmenden Kooperationspartner und Selbsthilfeorganisationen. Danke an unsere Sponsoren, die uns mit ihrer Unterstützung erst ermöglicht haben die Veranstaltung durchzuführen. Danke an das ÖRL-Team für euren Einsatz!

Gertraud Schaffer

 

Mit freundlicher teilweiser Unterstützung: AbbVie, Alfasigma, Böhringer Ingelheim Lilly, Johnson&Johnson, Terme Dobrna, STADA, UCB.

Bilder: DieFotoFrau

               Lisa Nagy

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