Tirol

Kontakt

HERZLICH WILLKOMMEN AUF DER SEITE DER SELBSTHILFEGRUPPE IN TIROL!

Seit Februar 2013 gibt es nun schon die Rheumaselbsthilfegruppen „Chron.Polyarthritis-Oberland“ (Akkred.)  mit Treffpunkt in Silz und seit September 2023 die Rheumaselbsthilfegruppe „Oberes Gericht“ mit Treffpunkt in Prutz.

Erfahrungs- und Informationsaustausch sind ein wesentlicher Teil bei den Zusammenkünften der Rheumapatienten mit den verschiedensten Krankheitsbildern und Diagnosen. Es werden auch immer wieder Ärzte, Therapeuten, Referenten eingeladen, die auf verschiedene Schwerpunkte rund um das Thema „Rheuma“ eingehen. Gemeinsame Ausflüge stehen natürlich auch immer am Programm.

Selbsthilfe – ein wesentlicher Beitrag zur Krankheitsbewältigung!

Ich setze mich mit meiner Erkrankung auseinander, ich spüre, dass ich nicht alleine mit meinen Schmerzen bin und den vielen Fragen, die auftauchen.

Neben einer für mich gut eingestellten medikamentösen Therapie und Gesprächen im vertraulichen Rahmen der Selbsthilfegruppe kann ich wieder einen Weg finden, um mehr Lebensqualität zu erreichen.

Angelika Falkner

Stellvertreterin der SHG-Silz

ANDREA BACHNETZER

Gruppenleitung der SHG

Heinrich Scherl

Stellvertreter der SHG-Prutz

Selbsthilfegruppen

Gruppentreffen:

RHEUMA-Selbsthilfegruppe Silz

Treffen: jeden 2. Dienstag im Monat um 18.15 Uhr, Jugendheim Silz

Anmeldung: Andrea Bachnetzer

Tel. +43 699 170 927 88 

E-Mail: andreabachnetzer@gmx.at


RHEUMA – Selbsthilfegruppe – OBERES GERICHT

Treffen: jeden 3. Dienstag im Monat um 18:15 Uhr

In der Ordination Dr. Plangger, Prutz

Anmeldung: Andrea Bachnetzer

Tel.: +43 699 170 927 88

E-Mail: andreabachnetzer@gmx.at


RHEUMA – Selbsthilfegruppe –

Osttirol – NETZWERK CHRONISCH

Frau Annette Huber

Tel.: +43 664 3856606

E-Mail: info@selbsthilfe-osttirol.at

 

WIR SUCHEN DICH! – Für neue Rheuma Gruppen in Innsbruck & Schwarz & Kufstein

Du lebst mit einer chronischen Rheumaerkrankung und möchtest aktiv etwas bewegen?
Dann werde Herzstück bei einer der Gründungen von neuen Rheuma‑Selbsthilfegruppen als Gruppenleiterin oder Gruppenleiter!

Bringe deine Erfahrungen ein, tausche dich mit anderen Betroffenen aus und hilf dabei, ein unterstützendes Netzwerk aufzubauen.

Wir begleiten dich von Anfang an:
✔ persönliches Erstgespräch
✔ Unterstützung beim Gruppenstart
✔ laufende Begleitung und Austausch

Warum du?
Weil deine Erfahrungen wertvoll sind.
Weil du anderen Mut machen kannst.
Weil Austausch verbindet – und du diesen Raum gestalten kannst.

Mach den Unterschied – gemeinsam sind wir stärker!

 

Auskunft:

Tel.: +43 664 5965849

E-Mail: info@rheumaliga.at

Gertraud Schaffer

Jahresausflug der SHG-Gruppen Silz und Prutz

Mitte Juli war es wieder soweit. Treffpunkt unseres jährlichen Ausfluges der Rheumaselbsthilfegruppen von Silz und Prutz (mit Partner) war das Gasthaus „Poscht“ in Silz.

Nach einem köstlichen Mittagessen starteten wir Richtung „Erlebnisweg – Vom Korn zum Brot“, der sich am Rande des Dorfes befindet. Vom Silzer Wasserfall aus, auf einem gut begehbaren, teils barrierefreien Waldweg wanderten wir in gemütlicher Runde Richtung Silzer Gemeindemühle. Bei verschiedenen Stationen konnte man sich über den Entstehungsprozess vom Korn zum Brot informieren. Zum Naschen verführerisch waren aber auch die vielen Waldhimbeersträucher, die wir den Weg entlang entdeckten.

Schlussendlich erreichten wir die Silzer Gemeindemühle, wo uns ein Teil des Mühlenteams schon erwartete. In zwei Gruppen durften wir nun eine Führung durch die Mühle machen. In sehr anschaulicher Weise erzählte uns Josef Sonnweber, Krippenbaumeister, Autor und Ehrenobmann des Silzer Dreikönigsspiels, über die Geschichte und Funktion der Mühle. Weiters durften wir auch die Werkstätte des Silzer Krippenvereins sowie die Pozuzostube mit all deren Schätze bestaunen bzw. wusste Josef Sonnweber auch darüber einiges zu erzählen.

Bei Kaffee und vorzüglich schmeckendem Kuchen, den die Bäckerinnen vom Mühlenteam gebacken hatten, ließen wir den Ausflug ausklingen.

Wir danken dem Obmann des Silzer Krippenvereins, Herrn Peter Neurauter, sowie Herrn Josef Sonnweber und den super Kuchenbäckerinnen des Mühlenteams für ihre Bemühungen, die unseren Ausflug zu etwas Besonderem gemacht haben.

Gruppensprecherin

Andrea Bachnetzer

Ärzte & Therapiezentren

RHEUMATOLOGEN*INNEN / ÄRZTE*INNEN / ORDINATIONEN

DR. MARKUS ARNOLD

FA für Innere Medizin, Rheumatologie, Internistische Sportheilkunde.
Wegscheidgasse 5, 6380 St. Johann in Tirol
Tel.: +43 699 19 68 11 32
Wahlarzt

DR.IN KARIN MONTAG

FÄ für Innere Medizin, Schwerpunkt Rheumatologie

Rechter Iselweg 3a

9900 Lienz
Telefonnummer: 0664/12 218 12
E-Mail: info@rheuma.tirol

ao.Univ.-Prof. i.R. Dr. med. Michael Schirmer

Rosengasse 5

6060 Hall in Tirol

Tel.: +43 664 73 6869 36

E-Mail: schirmer.michael@icloud.com

DR. STEPHAN KROESEN

Behaimstraße 2A
A – 6060 Hall in Tirol
T: +43 (0)5223 22 888
F: +43 (0)5223 22 889
M: info@rheumapraxis.cc

DR. GÜNTHER ZANGERL

FA Innere Medizin und Rheumatologie
Hauptplatz 4/11
6511 Zams
Tel.: +43 5442 626 67

DOZ.IN DR.IN ANNA MARIA WOLF

Menardi Center

Amraser-See-Straße 56

6020 Innsbruck

Tel.: +43 664 12 218 12

DR.IN MALGORZATA BRUNNER-PALKA

Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie

Menardi Center

Amraser-See-Straße 56

6020 Innsbruck

Tel.: +043 664 12 218 12

DR.IN Karin Montag

Menardi Center

Amraser-See-Straße 56

6020 Innsbruck

Tel.: +43 664 12 218 12

TIROL KLINIKEN – UNIVERSITÄTSKLINIKEN INNSBRUCK LKH

LANDESKRANKENHAUS UNIVERSITÄTSKLINIK INNSBRUCK

Univ. Klinik für Innere Medizin VI

Rheumaambulanz & Station

6020 Innsbruck Anichstraße 35

Tel.: +43 (0) 512 504-23260

E-Mail: inneremed@tirol-kliniken.at

 

ÄRZTETEAM:

Direktor: Univ.-Prof. Dr. Günter Weiss

                         PD Dr.in Christina Duftner                        

Dr.in Anna Maria Wolf

BEZIRKSKRANKENHAUS KUFSTEIN

RHEUMAAMBULANZ

Mo. Mi. Do. 13.00-15.00 Uhr

6330 Kufstein, Endach 27

Tel.: +43 (0) 5372 6966 DW 4005


ÄRZTETEAM:

OA Dr. Peter Oswald

Dr. Thomas Schneider

KH HOCHZIRL

LEITUNG RHEUMAAMBULANZ UND RHEUMASTATION:

 

6170 Zirl

AMBULANZZEITEN:

Di. Do.Fr. 7.45-12.00 Uhr

Terminvereinbarung erforderlich

Tel.: +43 (0) 5238 501-45002

 

KH HOCHZIRL

Innere Medizin 

Tel.: +43 (0) 5442 600-7413

KH ST. VINZENS IN ZAMS

Ganzheitliche medizinische
Versorgung:

Sanatoriumstraße 43

A-6511 Zams

Tel.: +43 (0) 5442 600

ORTHOPÄDIE UND ORTHOPÄDISCHE CHIRURGIE

A.Ö.BEZ.KRANKENHAUS ST. JOHANN I. T. AMBULANZ/ORTHOPÄDIE

Prim. Dr. Robert Siorpaes

6380 St. Johann in Tirol, Bahnhofstr.10

Tel.: +43 (0) 5352 606-0

E-Mail: info@khsj.at

UNIVERSITÄTSKLINIK INNSBRUCK ORTHOPÄDIE

Univ. Prof. Dr. Martin Krimser

6020 Innsbruck, Anichstraße 34

Tel.: +43 (0) 512 504-22691

A.Ö.BEZ.KRANKENHAUS ST. JOHANN I. T. AMBULANZ/ORTHOPÄDIE

Dr. Gerhard Kaufmann

6020 Innsbruck, Innrain 2

Tel.: +43 (0) 5112 563900

E-Mail: praxis@offz-innsbruck.at

ORTHOPÄDIE & FUSSZENTRUM

Univ.-Doz. Dr. Dietmer Egg

6176 Völs, Wolkensteinerstraße 2

Tel.: +43 (0) 6999 8151 6916

DEPARTMENT FÜR KINDER- UND JUGENDHEILKUNDE

PÄDIATRIE I MIT SCHWERPUNKT RHEUMATOLOGIE

PD Mag. Dr. Dipl.oec.med Jürgen Brunner

Tel.: +43 (0) 50504 26343 od. 26344

E-Mail: juergen.brunner@tirol-kliniken.at

ÄRZTE*INNEN

Dr.in. Michaela Sailer-Höck

Dr.in. Evelyn Robensteiner

Dr.in. Elisabeth Binder

Tel.: +43 (0) 512 504 23600

REHA- UND KURZENTREN

BAD HÄRING

Kurzentrum Bad Häring

6323 Bad Häring, Kurstraße 1

Tel.: +43 (0) 5332 90500

www.kurzentrum.at

VAMED REHAZENTRUM KITZBÜHEL

Rehabilitationszentrum für den Stütz- und Bewegungsapparat

6370 Kitzbühel, Hornweg 32

Tel.: +43 (0) 5356 670670-0

www.reha.kitz.at

KLINISCH RHEUMATOLOGISCH GESCHULTE PSYCHOLOG*INNEN

MAG.A ANJA BADER

6020 Innsbruck, Fischnalerstraße 18

+43 (0) 669/104-701-07

E-Mail: kontakt@anjabader.at

https://www.anjabader

MAG. DR. ARTHUR DREXLER

6060 Hall in Tirol, Erlerstraße 2

+43 (0) 676/407-90-95

E-Mail: office@drexler-praxis.at

https://www.drexler-praxis.at

MAG.A CLAUDIA STELZEL-DREXLER

6060 Hall in Tirol, Erlerstraße 2

+43 (0) 676/911-36-94

E-Mail: office@drexler-praxis.at

https://www.drexler-praxis.at

MAG.A DR.IN FRANCA INGUANTA

6020 Innsbruck, Maria-Theresien-Straße 42a

+43 (0) 660/651-93-23

E-Mail: franca.inguanta@gmail.com

MAG.A ELKE SILLER

6300 Wörgl, Bahnhofstraße 53

+43 (0) 664/730-682-32

E-Mail: es.psychologie@mailbox.org

www.psychologie-siller.a

Tiroler Rheumatag an drei Orten in Tirol

Am 22. September 2026 fand der Tiroler Rheumatag gleichzeitig an drei Orten statt: im Landhaus in Innsbruck, im Krankenhaus Kufstein und im Speisesaal des Krankenhauses Zams. Die Informationsveranstaltung für Betroffene und Angehörige wurde, wie jedes Jahr, von der Rheumaschule Tirol organisiert, einer Initiative von FachärztInnen für Rheumatologie und Fachkräften aus rheumatologischen Gesundheitsberufen.

Dieser Nachbericht bietet Ihnen einen kurzen, ausschnittweisen Rückblick auf den Tiroler Rheumatag.

Der Rheumatag in Innsbruck wurde um 14:00 Uhr von Dr. W. Halder eröffnet. In seinen Grußworten betonte er die Bedeutung solcher Informationsveranstaltungen für Betroffene. Zudem überbrachte er Grüße von Landesrätin MMag.in Dr.in Cornelia Hagele, die aus terminlichen Gründen nicht persönlich anwesend sein konnte. Dr. Halder verwies auf die ÖRL und die OVMB in seiner Ansprache, beide Organisationen waren mit einem Stand vor Ort vertreten.

Prof. PD Dr.in Ch. Duftner ging auf die aktuelle Situation in Tirol ein. Nach dem Abgang von Dr. Halder und Dr.in A.Österbauer verliert Innsbruch leider zwei sehr hervorragende RheumatologInnen.

Der erste Veranstaltungsblock widmete sich der Osteoporose.

Osteoporose ist eine chronische Skeletterkrankung. Knochenmasse und Knochendichte nehmen ab, die Knochen werden porös und brüchig. Ursachen können sein: Hormonelle Umstellung, Bewegungsmangel, Kalziummangel und Vitamin-D Mangel, Rauchen… Weiters wurde von Dr.in A. Österbauer auf die Symptome und Folgen sowie Diagnose und Therapie der nicht entzündlichen Erkrankung ausführlich eingegangen.

Dr.in M. Brunner-Balka stellte die nichtmedikamentöse Therapie vor und zeigte auf, was PatientInnen selbst dazu beitragen können, um ihr Allgemeinbefinden zu verbessern: Lebensstiländerung, auf eine gezielte Bewegungstherapie achten, ausgewogene Ernährung, ausreichende Kalzium-Aufnahme … Frau Dr.in A. Schaufler erklärte zum Abschluss, wann, wo und für wen eine Endoprothese infrage kommt und sinnvoll sein kann.

Der zweite Veranstaltungsblock widmete sich den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen.

Dr.in B. Mosheimer-Feistritzer vom LKH Hochzirl referierte über die wichtigsten entzündlichen Krankheitsbilder und deren Behandlungsmöglichkeiten. Dr. S. Reider gab einen Überblick über die verfügbaren Medikamente. Dr.in K. Eberherr erläuterte den wichtigen Gelenkschutz, während Dr.in Cerna-Stadlmann den Beitrag der Physiotherapie darstellte. Zum Abschluss ging Dr. L. Lanser auf die Vielfalt möglicher Begleiterkrankungen ein.

 

Zams – Krankenhaus Zams

Dr. Stefan Pittl begüßte die Besucher zur Eröffnung um 15:00 Uhr sehr herzlich, er führte durchs Nachmittagsprogramm. Zwei sehr wichtige Themen standen am Programm:

Was müssen PatientInnen bei einer antirheumatischen Basistherapie beachten? Darüber sprach Dr.in Ulrike Irschick vom Krankenhaus Zams ausführlich. Bei einer gesicherten chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankung sollte die Basistherapie möglichst früh beginnen, um einer drohenden Gelenkzerstörung vorzubeugen. Die Wirkstoffe greifen gezielt in das fehlgeleitete Immunsystem ein und sollen den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Welche Erkrankungen zählen dazu:

 

  • Rheumatoide Arthritis, die häufigste entzündliche Erkrankung.
  • Axiale Spondylorarthritis, Morbus Bechterew, eine entzündliche Wirbelsäulenerkrankung
  • Psoriasis-Arthritis (PsA), Gelenksentzündung im Zusammenhang mit einer Schuppenflechte
  • Kollagenosen und Vaskulitiden, seltene autoimmune Bimdegewebs- oder Gefäßerkrankungen

 

Die Basistherapie kann als Langzeit- oder Dauertherapie erfolgen. Solange ein Medikament gut wirkt und vertragen wird, kann die Einnahme fortgeführt werden. Es sollte nicht eigenmächtig abgesetzt werden, da sonst ein Rheumaschub drohen kann. Ziel der Behandlung ist eine stabile Remission beziehungsweise Teilremission.

 

 

Das zweite Thema – Lebensstil und Verhaltensmaßnahneben

Über dieses sehr wichtige Thema, welches Menschen mit Rheuma mitentscheiden und Änderungen herbeiführen können, sprach Dr.in N. Holzknecht, KH-Zams.

Bewusste Lebensstiländerungen und Verhaltensmaßnahmen können, neben den  medikamendösen Therapien, wesentlich zum erfolgreichen Therapieverlauf und zu mehr Lebensqualität beitragen.

Betroffene können ihre Ernährungsgewohnheiten prüfen und schrittweise Veränderungen in den Alltag integrieren. Empfohlen werden abwechslungsreiche Mahlzeiten mit reichlich Gemüse und Obst sowie Omega-3-Fettsäuren und entzündungshemmenden Gewürzen wie Ingwer und Kurkuma. Produkte mit Arachidonsäure, Fast Food und Zucker sollten möglichst vermieden und stärker durch pflanzliche Kost ersetzt werden.

 

Weiters können im Alltag gelenkschonende Arbeiten und Anwendung von Hilfsmitteln sowie Einplanen von Pausen bei der Arbeit eine gute Option sein. Schonhaltung und Überlastung sollten vermieden werden.

Bei Bewegung und Sport werden Schwimmen, Radfahren und Walking sowie Mobilisationsübungen und Kraftaufbau empfohlen. Vermieden werden sollten Sportarten mit Stoßbelastungen und abruptem Abstoppen.

Weiters spielt  beim Verlauf der Erkrankung Rauchen eine Rolle, Nikotin triggert Schübe, mäßiger Alkohol und Übergewicht bauen ab.

Man sollte die Psyche nicht vergessen und auf Stressmanagement wie Yoga, Meditation und ausreichend Schlaf achten.

 

Kufstein - Krankenhaus Mehrzwecksaal

Um 16.00 Uhr begrüße Dr. Peter Oswald, BKH Kufstein, Innere Medizin die Besucher und eröffnet die Veranstaltung.

Im ersten Vortrag sprach Dr. J. Weigel von der Inneren Medizin über die Frage: Was muss man bei einer modernen Rheumatherapie beachten? Er verglich die Prognose rheumatischer Erkrankungen früher und heute und erläuterte, wie sich Therapien, Krankheitsverlauf und Lebenserwartung verändert haben. Heute sind eine vollständige Remission, also Beschwerdefreiheit, und der Erhalt der Gelenkfunktion zentrale Ziele. Das Fortschreiten der Erkrankung kann meist gestoppt oder stark verlangsamt werden; Deformationen sind selten geworden. Bei frühzeitiger und konsequenter Therapie ist ein nahezu normales Leben möglich. Moderne Behandlungsansätze verbinden hocheffektive Medikamente mit Lebensstilmaßnahmen. Diese Medikamentengruppen können Nebenwirkungen haben, stehen laut Dr. Weigel jedoch in einem günstigen Verhältnis zur Wirkung. Das Infektionsrisiko kann durch Impfungen weiter gesenkt werden.

Über den Beitrag der Physiotherapie bei Schmerzen und Schwellungen sprach Dr.in K. Wittlinger von der Physikalischen Medizin Innsbruck. Sie erläuterte zunächst, warum ein Gelenk anschwillt und schmerzt: Ein fehlgeleitetes Immunsystem greift die Gelenkinnenhaut, die Synovia, an. Dabei werden Entzündungsstoffe freigesetzt, das Gelenk produziert mehr Flüssigkeit und der Druck steigt. Zugleich reizen die Entzündungsstoffe die Schmerzrezeptoren und der Knorpelabbau beginnt.

Cortison – Fluch und Segen – dieses Thema griff Dr.in D. Ausserlechner, BKH-St. Johann auf. Cortisol wird in der Nebennierenrinde produziert, es ist ein lebenswichtiges Stresshormon. Das Hormon beeinflusst zahlreiche Prozesse im Körper, z.B Energieversorgung, Elektrolythaushalt, Blutdruckregulation… und wird in der Leber in aktives Cortison umgewandelt. Wo wird Cortison eingesetzt. Bei rheumatischen Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, entzündlichen Hauterkrankungen, neurologische Erkrankungen, nach Transplantation…

Unter dem Titel „Wenn die Haut verrückt spielt – wann braucht es den Rheumatologen?“ sprach Dr. B. Heindl, niedergelassener Internist in Kitzbühel, über Hautveränderungen bei rheumatischen Erkrankungen. Da es sich häufig um Systemerkrankungen mit enger Wechselwirkung zwischen Bindegewebe und Gefäßen handelt, können Entzündungen an der Haut sichtbar werden und wichtige Hinweise für die Diagnostik liefern. Der systemische Lupus erythematodes, eine Autoimmunerkrankung, die häufig Frauen im gebärfähigen Alter betrifft, geht oft mit Lichtempfindlichkeit einher und ist auch als Schmetterlingskrankheit bekannt. Beim Raynaud-Syndrom können sich die Fingerspitzen weiß, rot oder blau verfärben; mögliche Auslöser sind Kälte, Stress, Rauchen und Medikamente. Auch Gelenkbeteiligungen bei Nagelpsoriasis und Plaque-Psoriasis wurden angesprochen. Abschließend ging Dr. Heindl auf die Stoffwechselerkrankung Gicht ein, die mit einer Prävalenz von fünf Prozent als häufigste Gelenkerkrankung bezeichnet wurde und Männer häufiger betrifft als Frauen. Hier sind Lebensstiländerungen erforderlich.

 

An allen drei Veranstaltungsorten hatten die BesucherInnen nach jedem Vortrag ausreichend Gelegenheit, den ReferentInnen Fragen zu stellen. Dieses Angebot wurde rege angenommen.

Mein Dank gilt der Rheumaschule Tirol dafür, dass wir erneut vor Ort dabei sein durften, sowie meinen MitstreiterInnen: Manuela Wacheck in Kufstein, Andrea Bachnetzer in Innsbruck und Richard Bachnetzer in Imst.

Gertraud Schaffer

Bildrechte: M. Wacheck. R. Bachnetzer, G. Schaffer

Rheumaselbsthilfegruppe „Oberes Gericht“ und Rheuma-SHG „Chron. Polyarthritis-Oberland“

Auch bei den Tiroler Rheuma-Selbsthilfegruppen tut sich was. Das letzte Treffen vor der Sommerpause im Juni fand nicht in den gewohnten Räumlichkeiten statt. Wir verlegten unser Zusammenkommen in das gemütliche Campinglokal in Prutz, wo bei einem guten Essen eine rege Unterhaltung stattfand. So konnten wir einfach gemütlich in die Ferien starten!

Foto SHG Prutz

 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der SHG-Prutz

Die Silzer Rheuma-SHG startete im September mit einem Ausflug der besonderen Art.

Die Wallfahrtskirche „Kaltenbrunn“ im Kaunertal war das erste Ziel. Nach einem köstlichen Essen in der alten Stube des dazugehörigen Gasthauses durften wir ein spezielles Highlight erleben. Unser Weg führte uns in den nahegelegenen Ort Nufels, wo wir das Flügelmuseum des Toni Wille, Organist, Klavierspieler, Holzkünstler und Bauer, besuchten. Ein Museum, dessen Gebäude bereits die Form eines Flügels hat.

 Hier befinden sich Flügel aus mehreren Jahrhunderten, viele davon renoviert und spielbar gemacht. Aber auch eine von ihm selbst gebaute Orgel ist zu besichtigen und ja, Toni Wille führte uns in die Welt von Bach, Beethoven und Mozart ein.  Zusätzlich noch umgeben von den vielen von ihm geschnitzten Kornkreisengeln erlebten wir uns in einer sehr wohltuenden Klangwolke, einfach einzigartig für Auge, Ohr und Seele.

Fotos: A. Bachnetzer