Veranstaltungen & Aktivitäten – Wien

Tag der Selbsthilfe – Vorträge und Freiluft-Workshop

 

Wien, 26. September 2021: Vertreter*Innen von über 50 Selbsthilfegruppen und Einrichtungen aus dem Wiener Gesundheits- und Sozialwesen trafen sich im Arkadenhof des Wiener Rathauses, um neues Wissen zu sammeln und sich vorzustellen und zu vernetzen, natürlich unter Einhaltung aller COVID-19-Maßnahmen.

 

Nach den Eröffnungsworten von Peter Hacker, Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, sowie von Dennis Becker, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, referierte Univ.-Prof. Dr. Marco Idzko, AKH Wien, über das Erkennen und Behandeln von Atemwegserkrankungen. Stärkung und Schutz der Lunge waren das Thema, welches Prim. Priv.- Doz. Dr. Arschang Valipour, Klinik Floridsdorf, ausführlich darstellte. Viel aktuelles Wissen über Corona und Lunge wurde vermittelt, welches für die Leiter*Innen der Selbsthilfe gerade in dieser Zeit von großer Wichtigkeit ist.

 

Zur aktiven Beteiligung wurden verschiedene Workshops angeboten: Atemtechnik zur Entspannung, Nordic Walking und Yoga.

Auch die Selbsthilfe Lupus-Austria und die Österreichische Rheumaliga waren mit einem Stand vor Ort vertreten.

G. Schaffer

 

 

 

Frühdiagnosen und Management von Lungenfibrosen

 

Wien, 07.09.2021: Eingeladen wurde in die Klinik Floridsdorf zu einer Live- und einer Live-Stream- Veranstaltung unter Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmenverordnung. Ein hochkarätiges ExpertInnen-Team referierte über ein sehr aktuelles Thema zur Diagnose und zu Langzeitfolgen von Lungenfibrosen bei verschiedenen Krankheitsbildern. Mit eingeladen waren auch die Patientenorganisationen Lungenfibrose Forum Austria, Österreichische Rheumaliga und Selbsthilfe Sklerodermie. Die VertreterInnen hatten die Möglichkeit Ihre Organisationen und ihre Arbeiten/Projekte vorzustellen.

 

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prim. Priv.-Doz. Dr. Arschang Valipour, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie im KH-Floridsdorf.  In seinen Begrüßungsworten verwies er auf die sehr gute und wichtige Zusammenarbeit mit Herrn Ing. Günther Wanke, welcher der Patientenorganisation Lungenfibrose Forum Austria vorsteht. Diese Wichtigkeit wurde abschließend bei der Vorstellungsrunde auch von den Teilnehmerinnen der ÖRL, Frau Schaffer und Frau Fraunberger, sowie von Frau Trampusch, sie hat vor kurzem die Selbsthilfe Sklerodermie gegründet, bestätigt.

Im ersten Vortrag ging Prim. Dr. Valipour auf die verschiedenen Erkrankungen und Folgen von Lungenfibrose ein wie z.B. bei einer chronischen Lungenentzündung, bei rheumatischen Erkrankungen und bei Autoimmunerkrankungen.  2 – 29 von 100 000 Menschen sind von einer idiopathischen Lungenfibrose (IPF) betroffen. Weiters wurde auf die Beschwerden eingegangen, die bei einer Lungenfibrose auftreten können:

  • Einschleichende Atemnot 90,10%,
  • Erschöpfung 69,20%,
  • Inappetenz 67,40%
  • Trockener Husten 53,20 %
  • Atemnot, Atemwegsinfektionen 32,60
  • Akute Atemnot 16,70%

 

Im zweiten Vortrag referierte Primaria OÄ Dr. Judith Sautner, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft der Rheumatologie, über die Früherkennung bei rheumatischen Erkrankungen. Was wird bei eine Rheuma-Visite von Ärztinnen abgefragt? Druckschmerzhafte Gelenke, geschwollene Gelenke, Morgensteifigkeit, Schmerzen, Stammskelettschmerzen, Funktionseinschränkungen, Komorbiditäten (Osteoporose und Osteopenie), Depression, Fatigue … Die Anamnese ist zur Abklärung bei einer rheumatischen Erkrankung und bei Verdacht auf eine mögliche Lungenfibrose eine wichtige Maßnahme. Die Frage nach dem Beruf und Wohnort liefert wichtige Hinweise, die zum Krankheitsverlauf in Bezug auf Umwelteinflüsse stehen.  Risikofaktoren sind auch: Höheres Alter, höheres Alter bei der Erstdiagnose, lange RA Krankheit, männliches Geschlecht, Rauchen, erhöhter Rheumafaktor (RF). Darauf sollten Patienten mit einer rheumatischen Krankheit achten, gab Prim.a Dr. Sautner den Teilnehmerinnen mit auf den Weg.

 

Wie wichtig ist Rehabilitation als therapeutische Option? Darauf konnte Dr. Ralf Harun Zwick, FA für Innere Medizin und Lungenkrankheiten, Wien, mit großer Erfahrung in stationärer und ambulanter Rehabilitation, bei einer Lungenfibrose aufmerksam machen. Im stationären Bereich gilt es zuerst zu stabilisieren und zu spezialisieren, hierbei werden sehr viele Erfahrungen aus dem Alltag, in der täglichen Arbeit mit viel Erfolg verbucht.

 

Zum Abschluss der Vortragsreihe sprach Dr. Susanne Zadro-Jäger, Psychotherapeutin, Wien, über psychotherapeutische Tipps im Alltag, die zu mehr Stärke und Wohlbefinden beitragen können. Krisen können uns Menschen verunsichern und aus der Bahn werfen. Wie man es schafft, stärker durch die Krise zu gehen, ist sehr individuell. Jeder Mensch reagiert bei Schicksalsschlägen anders.  Viel Zeit, Ausdauer und Kraft ist nötig und nicht jeder schafft es, aus eigener Kraft gestärkt aus der Krise zu gehen. Eine psychologische Begleitung kann eine große Hilfestellung für die Betroffenen sein. Es ist keine Schande sich Hilfe zu holen, die ExpertInnen haben die entsprechende Ausbildung, um Menschen in Krisenzeiten zu begleiten.

Danke an das Veranstaltungsteam Boehringer Ingelheim für die Einladung und für die Möglichkeit der Doppelbesetzung durch das ÖRL-Team.

G. Schaffer

 

 

 

WIEN– Am 20. Oktober 2020 waren die Österreichische Rheumaliga und die Selbsthilfegruppe Lupus-Austria, vertreten durch Frau Karin Fraunberger, Vizepräsidentin der ÖRL und Leiterin der SHG-Lupus- Austria , sowie Frau Monika Ulreich von der ÖRL bei der alternativen Veranstaltungsreihe zur Wiener Rathaus-Messe „JedeR für JedeN“ – Monat der Inklusion – Durchs Essen kommen d`Leut zam“ vor Ort.

Die Selbsthilfegruppe Rheuma Wien wird sich in den kommenden Monaten neu aufstellen. Frau Fraunberger übernimmt die Organisation, sie hofft, dass im Frühjahr wieder ein persönliches Treffen stattfinden kann. Die Wiener Mitglieder werden darüber gesondert informiert.