Aktualisierte Stellungnahme: SARS-CoV-2 Impfung

Aktualisierte Stellungnahme: SARS-CoV-2 Impfung

Stellungnahme: (wird regelmäßige aktualisiert!) – Stand 09/01/2021

COVID-19 / SARS-CoV-2 Impfung bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen

 

Liebe Patientinnen und Patienten!

Aktuell hat die EMA als europäische Gesundheitsbehörde weitere Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 zugelassen.

 

Was bedeutet dies für Patienten/innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, insbesondere unter einer Basistherapie?

Es gibt bis zum heutigen Datum keine Daten zur Sicherheit oder gar zu einer Effektivität dieser SARS-CoV-2 Impfungen bei Patienten/innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Die Studien wurde bisher alle an „Nicht-Rheuma“ Patienten durchgeführt!

Prinzipiell sind Totimpfstoffe bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie durchführbar.

Das Vakzin auf der Basis von mRNA („mRNA-Vakzine“) ist als Totimpfstoffe anzusehen und dürfte für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie keine Gefahr darstellen.

In Deutschland wird ausdrücklich davor gewarnt Falschinformationen zu verbreiten, dass eine Impfung gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2 für Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen nicht zu empfehlen, gar potenziell gefährlich und damit nicht in Anspruch zu nehmen sei. Dies ist nicht zutreffend und ist dringend richtigzustellen, um diesen Menschen die wichtige Möglichkeit zur Impfung nicht zu nehmen.

(Quelle: https://dgrh.de/Start/Wissenschaft/Forschung/COVID-19/Warnung-vor-Fehlinformation.html)

 

Potentiell besteht die Möglichkeit, dass Impfungen unter einer immunsuppressiven/immun-modulierenden Therapie keinen ausreichend hohen Titer aufbauen können, somit muss gegebenenfalls eine Auffrischung erfolgen.

Als zweiter Impfstoff ist ein weiterer Totimpfstoff der Firma Moderna zugelassen worden und weitere Impfungen werden sicherlich folgen.

Lebendimpfstoffe wie zB aus England sollen bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und bei Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie nicht eingesetzt werden. Dies ist aber auch eine dzt allgemein gültige Regelung wie für eine Masernimpfung, die unter einer laufenden Biologikatherapie nicht empfohlen wird.

 

Gesonderter Hinweis:

Unter einer Therapie mit Rituximab (zB Mabthera®, Rixathon®, Truxima®) wird eine Impfung nicht empfohlen.

Kommentar: „Prinzipiell möglich“ und „dürfte eingesetzt werden“ sind Worte, die keine Sicherheit verbreiten. Festzuhalten ist, dass es derzeit keine Daten dafür gibt, aber auch keine dagegen! Im Einzelfall wird mit Ihrem/Ihrer behandelnden Rheumatologen/in die Rücksprache erforderlich sein.

Sobald sich neue Erkenntnisse ergeben, werden diese sofort zur Verfügung gestellt.

OA Dr. Raimund Lunzer, Barmherzige Brüder Graz, Rheumatologie

Wissenschaftlicher Beirat ÖRL

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Stellungnahme:

(wird regelmäßige aktualisiert!) – Stand 12/2020

 

COVID-19 / SARS-CoV-2 Impfung bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen

Liebe Patientinnen und Patienten!

Aktuell hat die EMA als europäische Gesundheitsbehörde, die erste Impfung gegen SARS-CoV-2 zugelassen.

Was bedeutet dies für Patienten/innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, insbesondere unter einer Basistherapie?

Es gibt bis zum heutigen Datum keine Daten zur Sicherheit oder gar zu einer Effektivität dieser SARS-CoV-2 Impfungen bei Patienten/innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Die Studien wurde bisher alle an „Nicht-Rheuma“ Patienten durchgeführt!

Prinzipiell sind Totimpfstoffe bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie durchführbar.

Das Vakzin auf der Basis von mRNA („mRNA-Vakzine“) ist als Totimpfstoffe anzusehen und dürfte für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie keine Gefahr darstellen.

Potentiell besteht die Möglichkeit, dass Impfungen unter einer immunsuppressiver / immunmodulierender Therapie keinen ausreichend hohen Titer aufbauen können, somit muss gegebenenfalls eine Auffrischung erfolgen.

Als zweiter Impfstoff ist ein als Lebendimpfstoff bezeichnetes Vakzin kurz vor der Zulassung.

Lebendimpfstoffe sollen bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und bei Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie nicht eingesetzt werden.

Gesonderter Hinweis:

Unter einer Therapie mit Rituximab (zB Mabthera®, Rixathon®, Truxima®) ist eine Impfung nicht empfohlen.

Kommentar: „Prinzipiell möglich“ und „dürfte eingesetzt werden“ sind Worte die keine Sicherheit verbreiten. Festzuhalten ist, dass es derzeit keine Daten gibt, aber auch keine dagegen! Im Einzelfall wird mit ihrem behandelten Rheumatologen/in die Rücksprache erforderlich sein.

Wenn sich neue Erkenntnisse ergeben werden diese sofort zur Verfügung gestellt.

 

OA Dr. Raimund Lunzer,

Barmherzige Brüder Graz, Rheumatologie

Wissenschaftlicher Beirat ÖRL