Veranstaltungen & Aktivitäten – Steiermark

    1. Ennstaler Rheuma-Tag

     

    Am 6. Juni 2018 wurde im Rehabilitationszentum Gröbming der Ennstaler Rheuma-Tag abgehalten. Es fanden sich an die 100 interessierte Besucher ein.

    Nach den Begrüßungsworten durch Frau Primaria Monika Mustak-Blagusz und Frau Gertraud Schaffer, Präsidentin der Österreichischen Rheumaliga gab Univ. Doz. Dr. Johann Gruber von der Rheumatolgie der Univ. Klinik Innsbruck, Einblick in die Sozialmedizinische Sektion der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation (ÖGR) und erklärte deren Arbeit und Aufgaben. Sehr klar aufgezeigt wurde die große Palette der Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, wobei die Erklärung für Rheuma, die Krankheitsbilder, auch Tipps für den Alltag auf der Homepage www.rheumaliga.at bestens einzusehen und nachzulesen sind.

    Sehr interessant und plakativ dargestellt und erklärt wurde von Dr. Johann Gruber die Erkrankung „Gicht“. Sämtliche Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten wurden erläutert.  Es kristallisierte sich klar heraus, dass bei Gicht im Gegensatz zu den anderen rheumatischen Erkrankungen die Ernährung eine große Rolle spielt.  Zu meiden sind in erster Linie (Brat)wurst, Hefe, Bier, Cola und Fructose, zu bevorzugen sind Milch(produkte) und Vitamin C, auch Kaffee wirkt harnsäuresenkend.

    Frau Melanie Schnepfleitner, Tanz- und Bewegungstherapeutin, stellte eine noch nicht so bekannte Therapiemöglichkeit für Rheumakranke vor, die Tanz- und Bewegungstherapie. Es geht dabei darum, durch Musik, Bilder, bestimmte Vorstellungen sanft in Bewegung zu kommen. Die Selbstwahrnehmung des Körpers wird gefördert, Gefühle, Stimmungen, Emotionen können besser ausgedrückt werden und dadurch ist eine verbesserte  Beweglichkeit in den Gelenken möglich.

    Als letztem Vortragenden ist es Herrn Dr. Rudolf Puchner, Präsident der ÖGR in sehr einfühlsamer Weise gelungen, den Zusammenhang zwischen Rheuma und Depression darzulegen, auf mögliche Ursachen dieser Erkrankungen hinzuweisen und die verschiedensten Therapiemöglichkeiten aufzuzeigen.

    Es war eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung, von denen hoffentlich noch etliche folgen werden.

    Die von Frau Primaria Mustak-Blagusz vor zirka zwei Jahren ins Leben gerufene Ennstaler Rheuma-Selbsthilfegruppe trifft sich jeden 2. Montag im Monat ab 14 Uhr im Panoramacafe des Rehabilitationszentrums Gröbming. Eventuelle Fragen bzw. Anmeldung richten Sie bitte an rheuma-selbsthilfe@gmx.at.

     

    Zeitungsbericht Ennstaler PDF: Rheumatag Ennseiten

     

     

     

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    Treffen der Jungen Rheumatiker

    Einladung für Herbst 2018

    PDF:  Jung und Rheuma 201

     


     

     

    1.Treffen der jungen Rheumatiker Österreichs

     

    Die Planung

    Tanita, Johannes und Petra planten mit verschiedenen Aufgaben das erste Treffen. Tanita und Johannes kümmerten sich exzellent um den Internetauftritt. Petra übernahm die Planung vor Ort wie: Quartiersuche, Restaurantsuche, einholen von Informationen zu Ausflugsmöglichkeiten.

    Das Interesse, dem ersten Treffen junger Rheumatiker beizuwohnen war groß. Aus allen Ecken Österreichs reisten junge Menschen nach Salzburg, besser gesagt nach Rußbach am Paß Gschütt, um sich auszutauschen und die Österreichische Rheumaliga um das Netzwerk „Junge Rheumatiker“ zu erweitern. Besonders die Vorarlberger und die Steirer waren mit je vier Personen stark vertreten.

     

    Unser Quartier: Apartment Van der Leij

    Das neugebaute holländische Apartmenthaus überraschte tatsächlich mit seiner guten und hochqualitativen Ausstattung. Die Bäder und Toiletten waren groß und auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Wohneinheit im Erdgeschoß ist völlig barrierefrei mit 2 Bädern und 4 Doppelzimmern und großzügig geschnittener Wohn-Küche ausgestattet. Das Preis- Leistungsverhältnis dieser Unterkunft ist top und besticht außerdem mit kostenloser Stornomöglichkeit bis kurz vor Reiseantritt.

     

    Ausflüge zum Gosausee und nach Hallstadt

    Der Sonntag war einem gemeinsamen Ausflug zum Gosausee gewidmet.  Zusammen marschierten wir um den See und mit vereinten Kräften kamen alle mit oder ohne Rollstuhl oder Sehbeeinträchtigung ans Seeufer, das zum Verweilen einlud. Nach dem Picknick am Seeufer machte eine Gruppe einen Abstecher ins nahe Hallstadt.

    Zum gemeinsamen Abendessen trafen wir uns in Gosau beim Kirchenwirt. Dort wurde für uns auch extra vegane Küche angeboten. Der Besuch von Traude Schaffer (Präsidentin Österreichische Rheumaliga) bereicherte den letzten Abend. Das gegenseitige Kennenlernen und Themen wie: Was macht die Rheumaliga, wie begann alles und was sind die Vorstellungen und Bedürfnisse junger Rheumatiker, waren wichtige Austauschpunkte. Danke an unserer Präsidentin, der es ein Anliegen ist, ein junges Netzwerk in der ÖRL aufzubauen.

     

    Status und Zukunftsgedanken

    Schon beim Kennenlernen war klar, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt. Punkte wie späte Diagnosestellung und Bedürfnisse junger Menschen waren in den bestehenden Gruppen zu kurz gekommen (klar, Generationen sind verschieden und denken auch anders), ebenso Probleme mit der Krankenkasse, Hilfsmittel oder Ähnliches zu bekommen, Probleme in der Arbeitswelt, etc. Obwohl verschiedene Charaktere dem Treffen beiwohnten wie „Alte“ Hasen, jüngst Diagnostizierte, Alleinstehende, Paare, Eheleute, Mütter mit Kindern, Studierende, Angestellte und Menschen mit allen möglichen Diagnosen (JIA, RA, Spa, Mb. Still, Schmerzsyndrom,…), entstand doch den verbindenen Wunsch, gemeinsam etwas zu erreichen mit Rücksicht auf andere Sichtweisen und Charaktere, die sich ergänzten. Dies machte aus unserer Gruppe eine ganz fabelhafte und eingeschworene Truppe.

     

    Was soll nun in Zukunft passieren?

    à Junge Rheumatiker wollen sich zumindest einmal im Jahr austauschen; Fixdatum Pfingsten. Bundesländeraktivitäten und weitere Treffen je nach Lust und Finanzen ohne große Regeln. Schön wäre es auch, Treffen mit Schulungscharakter zum Beispiel zu den Themen Gelenksschutz, Neu erkrankt, was nun?, Familiengründung, Welche Rolle hat der Partner/die Partnerin?, Schmerzen uvm. zu veranstalten.

    à Die Webpräsenz der Jungen Rheumatiker verbessern à Facebook-Seite, die für alle zugänglich ist zusätzlich zum bestehenden Angebot gestalten und die Rheumaliga-Seite dahingehend aktualisieren.

    à Außerdem sollen Flyer gestaltet werden, die bei Ärzten aufgelegt werden, dass auch Ärzte ihre jungen Patienten auf das Angebot hinweisen können. So können wir die Bedürfnisse und Wünsche nicht nur Ärzten, sondern auch gegenüber Krankenkassen und im günstigsten Fall politischen Entscheidungsträgern aufzeigen und durchsetzen.