Chronik – Oberösterreich

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20 Jahre Selbsthilfegruppe 1994 – 2014

Entwicklungsgeschichte der Selbsthilfegruppe für Menschen mit Rheumatoider Arthritis im AKH Linz

Am Donnerstag, den 06.10.1994, wurde die Selbsthilfegruppe für chronische Polyarthritis unter großem persönlichen Einsatz von Frau OA Dr. Ulrike Stuby von der 2. Internen Abteilung und der Mithilfe von Frau Mag. Walpurga Wudy vom Sozialen Dienst (beide AKH Linz) ins Leben gerufen.
Es war keine leichte Aufgabe, die von der Krankheit betroffenen Patienten für die geplante Selbsthilfegruppe zu interessieren und ihnen den Sinn und Zweck einer solchen Gruppe klar zu machen.
Der Anfang war mühsam. 6-7 Personen trafen sich mit den beiden erwähnten, einsatzfreudigen Damen im Schwesternzimmer der 2. Rheumaambulanz. Es wurde über die chronische Polyarthrtits – mittlerweile „Rheumatoide Arthritis“ genannt -, deren Folgen, körperliche Einschränkungen und Behandlungsmöglichkeiten gesprochen.
Das Interesse und der Erfahrungsaustausch wurden intensiver und man begann Fachleute für die Vorträge zu gewinnen. Die Themen waren und sind vielfältig: Von der Ernährung über Gelenkschutzmaßnahmen, neuen Medikamenten, Bewegungstherapien, Auswirkungen auf Augen, Haut und innere Organe, Ersatz von Gelenken, Gedächtnistraining, Fragestunde mit Frau OA U. Stuby, Soziales bis hin zu Osteoporose wie auch zusätzliche alternative Behandlungsmethoden. Geschätzt werden vor allem die Diskussionsmöglichkeiten mit den vortragenden Ärzten, Therapeuten, Fachleuten und Trainern.
Im Jahr 1995 wurde die immer noch kleine Gruppe von der Selbsthilfe Oberösterreich, Dachverband der Selbsthilfegruppen, eingeladen, dieser Organisation beizutreten. In den darauf folgenden Jahren erfolgte von dieser Seite immer tatkräftigere Unterstützung.
Es war ein langer Weg, bis die Gruppe formiert war. Die Stabilisierung erfolgte vor allem dadurch, dass Frau Anna Hietler, selbst Betroffene und seit dem 3. Treffen immer dabei, im Frühjahr 1995 die Gruppenleitung übernahm. Sie war es auch, welche bereits im Mai 1995 den Vorschlag machte, mit der Gruppe ein Bewegungsprogramm zu beginnen.
Im Herbst 1995 startete die erste Gymnastikgruppe. Seit damals wird 2 mal monatlich ein speziell an die Bedürfnisse der RA-Patienten angepasstes Bewegungstraining durchgeführt, damals unter der Leitung von Herrn Johannes Bauer, Physiotherapeut im AKH Linz, derzeit unter seiner Leitung jedoch mit wechselnden TherapeutInnen.
Die Teilnehmerzahl bei unseren monatlichen Treffen wuchs langsam und Raumnot machte sich bemerkbar. Die Verwaltungsdirektion des AKH stellte uns daraufhin ab 1995 den geräumigen Mehrzwecksaal für unsere Vorträge zur Verfügung.
Seit 1997 wird für unsere Gruppenangehörigen auch wöchentlich eine Unterwassergymnastik in der physikalischen Abteilung des AKH Linz angeboten.
Rund 500 Besucher waren seit Gründung der Gruppe bei den Treffen und suchten Rat und haben ihn auch vielfach gefunden. Derzeit sind 70 Patienten mit Rheumatoider Arthritis in der Gruppe erfasst, die durchschnittliche Teilnehmerzahl der Gruppentreffen liegt bei 29 Betroffenen und Angehörigen.
Es war der umsichtigen, überzeugenden und liebenswürdigen Art von Frau Hietler, sowie Frau Elisabeth Neyder, die sie bald unterstützte und die noch immer mitarbeitet, zu verdanken, dass sich die Gruppe über die Jahre so gut entwickelte.
Von September 2002 bis Herbst 2010 teilten sich die Damen Helga Kritsch, Elisabeth Neyder und Martha Rockenschaub die Gruppenleitung. Da die Gruppenarbeit sehr aufwändig ist, wurden sie von Frau Barbara Opferkuch und Christine Stickler unterstützt. Mittlerweile hat 2010 Frau Helga Kritsch ihr Amt zurückgelegt, ihr folgte Frau Christine Stickler, jedoch steht Frau Kritsch immer noch mit ihrem wertvollen Wissen unterstützend zur Verfügung.
Es haben sich auch über die Mitgliedschaft bei der Österreichischen Rheumaliga Kontakte zu anderen Selbsthilfegruppen ergeben. Angehörige unserer Gruppe beteiligen sich immer wieder bei verschiedenen Veranstaltungen wie Rheumatagen, und Gesundheitsmessen, nehmen an Fortbildungsseminaren und Workshops teil und stehen Ärzten bei Fortbildungsveranstaltungen sowie auch Absolventen von Fachhochschulen im Gesundheitsbereich zur Verfügung.
Nachdem wir eine offene Gruppe sind, ohne Mitgliedschaftsverpflichtung, freuen wir uns immer wieder über neue Interessierte, die unser Gruppenleben bereichern und denen wir bei der Bewältigung ihrer Krankheit helfen können.

Helga Kritsch
Christine Stickler